Order of Premontre, Premonstratensians, Norbertines, and White Canons

R. D. Rainer Wilhelm van Doorn, O. Praem.

van Doorn
Birth: April 14, 1934

Death: Juni 15, 2013

House: Abtei Hamborn

Pater Rainer wurde als Wilhelm van Doorn am 14. April 1934 in Dinther, einem kleinen Dorf in den Niederlanden geboren (mit dem Auto heute 1 Stunde und 10 Minuten von Duisburg aus über Goch und Gennep zu erreichen). Er hat das Gymnasium der Prämonstratenser im Nachbardorf Heeswijk besucht und dort 1951 Abitur gemacht. Die Kriegsjahre hinterließen in ihm die schlimmen Bilder des Krieges von Hass und Gewalt und den schrecklichsten Dingen, die Menschen einander antun konnten. Als Kind hat er diese Kriegsjahre in seinem Heimatdorf erlebt. Am 17. September 1951 ist er in die Abtei Berne eingetreten und erhielt als Novize der Prämonstratenser, die in den Niederlanden “Norbertiner” genannt werden, das weiße Ordenskleid und den Ordensnamen Rainer. Unter anderem die Predigt des “Speckpaters” Werenfried van Straaten, eines Prämonstratensers aus der Abtei Tongerlo in Belgien, der nach 1945 die Verbrüderung der Deutschen, Holländischen und Belgischen Katholiken forderte, hat ihn dazu motiviert und bewogen, sich für ein weiteres Ordensleben in Deutschland zur Verfügung zu stellen, zur Versöhnung der Völker und zur Re-Christianisierung der vielen Deutschen, die dem Nationalsozialismus gefolgt waren. Sein Abt entsandte ihn in das neu gegründete Kloster Rot an der Rot in Schwaben. Nach Studienjahren bei den Benediktinern in Beuron wurde er am 22. April 1957 in Rot an der Rot zum Priester geweiht. 1959 wurde der Konvent der Roter Prämonstratenser nach Duisburg-Hamborn verlegt. Bischof Hengsbach, der damals neue Bischof des soeben gegründeten Bistums Essen hatte darum gebeten. Bis 1966 war Pater Rainer in St. Johann in Hamborn (Abteikirche) Kaplan. Es waren gute Jahre, in denen der damalige Pfarrer Propst Leo Schoonhoven für ihn und die weiteren Mitbrüder ein gütiger Vater und väterlicher Freund des jungen Konventes war. Abt Florian Pröll, der die Geschicke des Hamborner Klosters von 1965 bis 1988 als Administrator leitete (er war Abt des Stiftes Schlägl in Oberösterreich) hat Pater Rainer 1966 in die Pfarrei Haslach in Oberösterreich gebeten und versetzt. Dort war er bis 1969 Kaplan. Abt Florian empfahl allen Mitbrüdern den Austausch und gegenseitigen Einsatz in Schlägl und Hamborn, “im Wald und in der Industrie”, um die Verschiedenheit der Menschen und der Kirche kennenzulernen und besser zu verstehen. Für Pater Rainer waren es glückliche Jahre, aus denen er immer wieder erzählte. 1969 kehrte er wieder nach Hamborn zurück, wo er bis 1975 Kaplan an St. Joseph (Alt-Hamborn) war. Dann folgten die wichtigsten Jahre seines Wirkens und die Erfüllung all dessen, was er sich für sein priesterliches Wirken ersehnt und erhofft hatte: 1975 wurde er Pfarrer an St. Franziskus auf dem Ostacker. In den 38 Jahren seines Wirkens als guter Hirte auf dem Ostacker stand ihm Fräulein Christel Plöderl zur Seite, die ihm aus Oberösterreich als Haushälterin nach Hamborn gefolgt war. Beide erhielten für ihr herausragendes Engagement insbesondere an der armen Bevölkerung, den Obdachlosen und Benachteiligten das Bundesverdienstkreuz und weitere Auszeichnungen. Nach Beiden ist je ein Haus in Duisburg benannt. Pater Rainer erhielt zudem 1992 den Heinrich-Brauns-Preis. Pater Rainer und Fräulein Christel haben das Wort Jesu in die Tat ihres Lebens umgesetzt: “Was ihr dem geringsten Nächsten getan habt, das habt ihr mir getan.”

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