Order of Premontre, Premonstratensians, Norbertines, and White Canons

R. D. Roger Alfons van der Heijden, O. Praem.

van der Heijden
Birth: Juni 14, 1928

Death: Februar 3, 2013

House: Abtei Windberg

 

P. Roger wurde am 14. Juni 1928 in Boerdonk-Erp geboren und besuchte das Gymnasium in Heeswijk. 
Am 17. September 1950 wurde er in der Abtei Berne eingekleidet, legte am 17. September 1952 seine 
zeitlichen Gelübde und am selben Tag 1955 die feierliche Profess ab. Die philosophischen und 
theologischen Studien absolvierte er im Rahmen eines Hausstudiums in der Abtei Berne. Bischof Ignatius 
C. Dubbelman OPraem erteilte ihm am 21. September 1955 in Berne/Heeswijk die Diakonenweihe; die 
Priesterweihe empfing er am 5. August 1956 durch Bischof Joseph Baeten. 
 
1957 wurde er zusammen mit weiteren jungen Priestern aus der Abtei Berne nach Windberg gesandt, 
um den dortigen Konvent zu unterstützen und die Gemeinschaft zu verstärken. Er absolvierte zur 
Vorbereitung auf den pastoralen Dienst in Regensburg den Pastoralkurs. 1960 war er für einige Monate 
Kooperator in Bogen und Heimleiter des dortigen Lehrlingsheims. In der Zeit des II. Vatikanischen Konzils 
war er von 1961 bis 1964 in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs, um Ordensleute in das 
Klein-Brevier einzuführen. Schon von 1962 an hat er die Aufgabe des Bibliothekars übernommen, die er 
bis zu seinem Tod unermüdlich und mit großem Eifer ausübte. Neben der Aufgabe des Bibliothekars 
übernahm er auch jahrelang als Subprior zusammen mit dem damaligen Prior Thomas Handgrätinger 
Leitungsverantwortung für die Gemeinschaft und stand ihm treu zur Seite.
Von 1963 bis 1969 war er Direktor des alten Jugendheims in Windberg, das vor der Gründung der 
Jugendbildungsstätte bestanden hatte. Drei Jahre gab er Religionsunterricht an der Realschule in Bogen 
und ab 1970 war er Seelsorger an der Fachklinik für Suchtkranke in Haselbach. In dieser Zeit, am 9. 
Januar 1968, trat er dann offiziell in die Kanonie Windberg über. 1966 übernahm er das Amt des 
Provisors, das er bis 1988 ausübte. Hier zeigte er sich als sorgsamer Verwalter, der sich nicht scheute, 
auch selber zusammen mit dem damaligen Hausmeister Hans Zitzelsberger Hand anzulegen. In seine 
Amtszeit als Provisor fiel nicht nur die Sanierung des Klosters Windberg (er war mit der Planung und 
dem Umbau der alten Gemäuer beauftragt), sondern vor allem die Entstehung der Jugendbildungsstätte 
Windberg. Als Geschäftsführer des Jugendhauses und der Jugendbildungsstätte hatte er gelegentlich mit 
großen Schwierigkeiten zu kämpfen, um den Jugendlichen in Windberg an einem menschlichen und 
geistlichen Ort Heimat zu geben. Nicht zuletzt wegen dieses tatkräftigen Engagements wurde er 1978 
anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Kreisjugendrings Straubing-Bogen der erste Träger des damals 
neu geschaffenen Jugendpreises. Zwei Jahre später, im Jahr 1980, wurde er mit dem 
Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. 
 
1986 ging für P. Roger dann ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. Er wurde mit Wirkung vom 1. 
September 1986 als Pfarradministrator für die Pfarrei Perasdorf angewiesen und konnte so als 
Seelsorger für die ihm Anvertrauten da sein. Die Gemeinde Perasdorf war ihm ein Herzensanliegen und 
seine Beharrlichkeit, sein Dasein im alltäglichen Leben der Gemeinde, seine Erreichbarkeit, auch wenn 
er diese Aufgabe vom Kloster aus erledigte, seine stille Treue und sein Sich-Kümmern um alles und jeden hat ihn die Menschen gewinnen lassen. Seine Erfahrungen und Fähigkeiten als Provisor blieben auch in 
dieser Zeit nicht ungenutzt. Zweimal wurde er zum Ökonom des Generalkapitels ernannt, das 1988 in 
Steinfeld und 1994 in Unter- bzw. Obermarchtal tagte, und Bischof Manfred Müller ernannte ihn am 29. 
September 1992 zum „Kammerer“ des Dekanates Bogenberg. Nicht zuletzt aus Alters- und 
gesundheitlichen Gründen musste P. Roger dann 2001 die Pfarrei Perasdorf verlassen und verbrachte 
seinen Ruhestand in der Abtei. Seiner Verdienste um die Gemeinde Perasdorf wegen wurde ihm im 
August 2001 die Ehrenbürgerwürde der Gemeinde Perasdorf angetragen. Und Bischof Manfred Müller 
ernannte ihn zum Ende seiner seelsorglichen Tätigkeit in Perasdorf am 21. Juni 2001 zum Bischöflich 
Geistlichen Rat.
 
Sein Herz machte ihm schon lange Probleme. So stand schon 1991 eine große Herzoperation an und 
eine zweite folgte 2000. Gerade in den letzten Jahren wurde das Leben immer beschwerlicher, sein Herz 
war verbraucht. 
In den letzten Wochen wollten sein Körper und sein Geist nicht mehr so, wie er es immer gewohnt war 
und wollte. Zugleich war es ihm wichtig, in seiner gewohnten Umgebung zu sein. Ebenso war er dankbar 
für die Hilfe und Betreuung seiner Mitbrüder. Am vergangenen Sonntagmorgen hat er mit seinem oft so 
unruhigen Herzen seine Ruhe in Gott gefunden.
 
Den Mitbrüdern und den Menschen wird P. Roger in Erinnerung bleiben als treuer und pflichtbewusster 
Mitbruder mit seinem eigenen trockenen und hintergründigen Humor, hinter dessen manchmal 
salopper und spitzer Art gelegentlich auch seine Empfindsamkeit spürbar wurde. Wir sind ihm als 
Klostergemeinschaft sehr dankbar für alles, was er für uns getan hat.
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