Order of Premontre, Premonstratensians, Norbertines, and White Canons

R. D. Norbert Schlegel, O. Praem.

Schlegel
Birth: March 9, 1940

Death: August 29, 2009

House: St. Norbert Priory (Mananthavady)

  • Feierliche Profess am 1971-05-20 im Generalat in Rom

 

Pater Norbert Schlegel, Visitator für die Seelsorge an den Sudetendeutschen, ist am 29. August 2009, in den Morgenstunden, nach kurzer schwerer Krankheit, im 70. Lebensjahr verstorben. Schlegel, 1940 in Allenstein (Ostpreußen) geboren, wurde 1971 in Königstein im Taunus zum Priester geweiht.

Sein philosophisch-theologisches Studium absolvierte er an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom.

Pater Norbert Schlegel war seit 1993 Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für die Seelsorge an den Sudetendeutschen sowie auch Vorsitzender des Sudetendeutschen Priesterwerkes und seit 1999 Visitator. Er wusste seit einigen Monaten um seine schwere todbringende Krankheit.

Pater Norbert Schlegel sah seine Lebensaufgabe darin, für jeden, der ihn gerufen hat, Freund und Helfer zu sein. Er konnte zuhören und neue Kraft vermitteln. Für ihn war kein Weg zu weit und keine Nacht zu lang, wenn es darum ging, zu helfen, wo Hilfe benötigt wurde.

Obwohl er kein geborener Sudetendeutscher war, setzte er sich mit seiner ganzen Kraft und der „mit Herzblut“ betriebenen Leidenschaft, die „Seelsorge“ für die Belange der aus der Heimat vertriebenen Sudetendeutschen ein. In seinen Predigten konnte er in verständlichen Worten Hoffnung, Glaube und Liebe vermitteln.

Pater Norbert wusste, was Flucht und Vertreibung bedeuten. Er musste 1945 mit seiner Familie aus seiner preußischen Heimat fliehen. Auf dieser Flucht starb seine Mutter, und er verlor gleichzeitig auch seinen Vater (dieser galt als vermisst). Glücklicherweise fand er in Gutmadingen (bei Donaueschingen in Württemberg) Pflegeeltern, die sich seiner annahmen.

In Gutmadingen besuchte er die Volksschule und erhielt seine weitere pädagogische Ausbildung in Konstanz, wo er auch ein Praktikum absolvierte. Nach seinem Abitur trat er 1966 in das Prämonstratenserstift Tepl ein. Dieser Schritt prägte ihn für sein späteres Wirken als Visitator für die Seelsorge an den Sudetendeutschen.

Die Sudetendeutschen erfüllt der Tod des allseits beliebten Geistlichen mit großer Trauer, sie haben einen segensreichen Hirten und treusorgenden Freund verloren.

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