Order of Premontre, Premonstratensians, Norbertines, and White Canons

R. D. Konrad Peter Gomm, O. Praem.

Gomm
Birth: Juli 17, 1949

Death: August 7, 2014

House: Abtei Windberg

P. Konrad wurde am 17. Juli 1949 in Kempten/Allgäu geboren, wurde auf den Namen Peter getauft und ist mit 6 Geschwistern aufgewachsen. Von 1955 bis 1959 besuchte er die Volksschule und anschließend bis 1963 das Gymnasium in seiner Heimatstadt. Von 1963 bis 1967 arbeitete er als Mesner an der St. Lorenz-Basilika in Kempten. Dies war auch der Grund, weshalb er sich bei seinem Ordenseintritt als Patron den hl. Bruder Konrad gewählt hat. Schon in dieser Zeit, und vermutlich auch angeregt durch den Weg seiner beiden Brüder Gebhard und Josef, die ebenfalls den Priesterberuf anstrebten, hat er am Spätberufenenseminar St. Matthias in Waldram das Abitur nachgeholt. 1974 trat er in das Priesterseminar der Diözese Augsburg ein, studierte in dieser Zeit Katholische Theologie an der Universität Augsburg und war nach dem Studium ein Jahr zur persönlichen Orientierung im pastoralen Dienst in der Pfarrei Schrobenhausen, bevor er am 27. Oktober 1981 in der Abtei Windberg das Noviziat begann. Nach Ablegung seiner zeitlichen Profess am 31. Oktober 1982 folgte er P. Rainer Rommens nach Roggenburg nach, wo er mit ihm zusammen die Keimzelle des jetzigen Klosters bildete. Bis zu seiner feierlichen Profess am 14. September 1985 und der Diakonenweihe am 14. Dezember 1985 durch den damaligen Regensburger Diözesanbischof Manfred Müller in St. Jakob in Straubing, arbeitete er in der Seelsorge an der Seite von P. Rainer in den Pfarreien Roggenburg und Schießen. Nach seinem Pastoralkurs in Regensburg und der Priesterweihe, die ebenfalls Diözesanbischof Manfred Müller am 14. Juni 1986 in Windberg erteilte, kam er zunächst wieder als Kaplan in die Pfarreien Roggenburg und Schießen. Nach seiner Kaplanszeit wurde er mit Wirkung vom 1. Oktober 1988 Pfarradministrator der Pfarreien Biberachzell und Oberreichenbach, ab 1. Februar 1990 kam die Doppelpfarrei Wallenhausen-Biberberg hinzu. Bis zu seiner schweren Krankheit betreute er diese Pfarrgemeinden seelsorglich mit Hingabe, Freude, großem Eifer und viel Engagement.
 
Sowohl für ihn selber wie auch für den Konvent des Klosters Roggenburg sowie für die Gemeindemitglieder seiner Pfarreien war die Nachricht ein Schock, als unser Mitbruder nach Routineuntersuchungen im März diesen Jahres die Botschaft erhielt, dass er unheilbar an Krebs erkrankt und ihm nicht mehr viel Zeit geschenkt war. Doch gab er den Kampf gegen diese Krankheit nicht auf. Unbedingt wollte er noch die Priesterweihe und Primiz von P. Lukas erleben und seinen 65. Geburtstag feiern. Beides war ihm vergönnt. Vor allem der Gottesdienst anlässlich seines Geburtstages am 17. Juli in der vollbesetzten Klosterkirche in Roggenburg, gestaltet von einem Projektchor seiner Pfarreien, hat ihn, der schon stark von seiner Krankheit gezeichnet war, sichtlich bewegt. Für seine Gemeindemitglieder war es eine gute Gelegenheit, ihm Danke zu sagen und von ihrem langjährigen Seelsorger Abschied zu nehmen. 
 
P. Konrad bleibt uns in Erinnerung als ein Mitbruder, der mit viel Einsatz und Energie, manchmal auch mit seinem Allgäuer Dickschädel, aber immer mit Herz und Hand für die Menschen seiner Gemeinden und die Mitbrüder da war. Typisch war für ihn die brennende Zigarette im Mundwinkel, immer ein wenig in Hektik, weil so manches bis zur letzten Minute zu erledigen war, - und doch hatte er die Ruhe weg. Nichts war ihm zu viel. Als Mitbruder war er eher im Hintergrund, war in seinen Ansprüchen sehr bescheiden und trat stets für die Benachteiligten ein. Konrad war immer zur Stelle, wenn man ihn brauchte. Das alles möge ihm der Herrgott lohnen!
 
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